Swing tanzen verboten: Gesprächskonzerte mit dem Emil Mangelsdorff Quartett

Swing tan­zen ver­bo­ten” — Neue Ge­sprächs­kon­zer­te mit Emil Man­gels­dorff und sei­nem Quar­tett

Be­reits seit 34 Jah­ren sind wir mit Emil Man­gels­dorff und sei­nen Ge­sprächs­kon­zer­ten “swing tan­zen ver­bo­ten“ in Kul­tur­zen­tren, Kir­chen­ge­mein­den und Schu­len un­ter­wegs.

Im April ist Emil 94 Jah­re alt ge­wor­den und jetzt set­zen wir die Rei­he fort, mit meh­re­ren Ge­sprächs­kon­zer­ten in den Stadt­tei­len Frank­furts und in der Um­ge­bung.

Emil Mangelsdorff als ZeitzeugEN.

main_forum der IG Me­tall, Frank­furt (Haupt­bahn­hof od.Baseler Platz), Wil­helm-Leu­sch­ner-Str. 79, 60329 Ffm, Don­ners­tag 5. 9 2019, 19.00 Uhr.

Auf­er­ste­hungs­ge­mein­de Praun­heim (U1, U7, U9), Gra­e­be­str. 12, 60488 Frank­furt, Frei­tag 13. 9 2019, 21:00 Uhr.

Haus Am Dom, Dom­platz 3, 60311 Frank­furt, Mon­tag 23. 9 2019, 19:30 Uhr.

Brot­fa­brik, Bach­mann­stra­ße 2–4, 60488 Frank­furt am Main (U6, U7), Don­ners­tag 14. 11 2019, 20:00 Uhr.

Ko­per­ni­kus­schu­le Frei­ge­richt, Kon­rad-Ade­nau­er-Ring 25 , 63579 Frei­ge­richt, Frei­tag 22. 11 2019, 20:00 Uhr.

Im Mai 1985 ha­ben wir mit der Rei­he der Ge­sprächs­kon­zer­te mit Emil Man­gels­dorff be­gon­nen, un­ter dem Ar­beits­ti­tel “Swing tan­zen ver­bo­ten — als Jazz­mu­si­ker im III.Reich”. Meh­re­re Ge­nera­tio­nen ha­ben Emil als Mu­si­ker und Zeit­zeu­gen er­lebt. Zu­letzt war Emil im Jahr 2012 mit die­ser Rei­he un­ter­wegs, mit acht Kon­zer­ten in den Stadt­tei­len Frank­furts und dar­über hin­aus.

Emil Man­gels­dorff, 1925 in Frank­furt am Main ge­bo­ren und un­ter den Be­din­gun­gen des Na­zi­sys­tems her­an­ge­wach­sen, mu­si­ziert und be­rich­tet in sei­ner leb­haf­ten und hu­mor­vol­len Ga­be von den Er­fah­run­gen und Er­leb­nis­sen des Ju­gend­li­chen Emil, der sei­ne Lei­den­schaft zum Jazz ent­deckt und ent­schlos­sen ist, Jazz­mu­si­ker zu wer­den.

Er ge­hört zu je­ner “Swing-Ju­gend” in Frank­furt, die ei­ne Ge­gen­kul­tur zum NS-Sys­tem lebt und Maß­nah­men der Ge­sta­po bis hin zur Ver­haf­tung er­trägt.

Der Staat, in dem er auf­wächst, un­ter­drückt und ver­folgt je­de künst­le­ri­sche Ar­ti­ku­la­ti­on, de­ren Ba­sis Frei­heit und Men­schen­wür­de ist.

Emil, von der Aus­drucks­kraft des Jazz, von der Viel­falt der Mit­tel die­ser Mu­sik be­ein­druckt, er­fährt, daß kul­tu­rel­le Neu­gier, Krea­ti­vi­tät und Of­fen­heit aus­rei­chen, um die Staats­ge­walt auf den Plan zu ru­fen.

Aus der Per­spek­ti­ve ei­nes Ju­gend­li­chen er­zählt Man­gels­dorff. Ein­drucks­voll und le­ben­dig zeigt er, daß Zi­vil­cou­ra­ge und ein Be­kennt­nis zu kul­tu­rel­ler Viel­falt in je­der Ge­sell­schaft mög­lich und not­wen­dig ist, daß der auf­rech­te Gang aber auch Spaß macht. Ge­nera­tio­nen jun­ger Men­schen wa­ren bei un­se­ren Tou­ren durch die Stadt­tei­le ein be­geis­ter­tes Pu­bli­kum.

Die Ge­sprächs­kon­zer­te wer­den über­wie­gend mit dem Emil Man­gels­dorff Quar­tett durch­ge­führt.

·        Emil Man­gels­dorff (Alt­sa­xo­phon, Stim­me)

·        Axel Pape (Schlag­zeug),

·        Thi­lo Wag­ner (Pia­no)

·        Jean-Phil­ip­pe Wad­le (Bass)

Al­ter­na­tiv kann das The­ma im Duo Emil Man­gels­dorff (Alt­sa­xo­phon, Stim­me) und Thi­lo Wag­ner (Pia­no) oder als So­lo mit Emil Man­gels­dorff (Alt­sa­xo­phon, Stim­me) ge­bucht wer­den.